Über meine Herkunft kann ich leider nur mutmaßen. Ich bin in gewissem Sinne Produkt meiner eigenen Phantasie.

Hexer Herb - Eine glänzende Studie
(eBook)

von Kaba Tinte

Hexer Herb - Eine glänzende Studie

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Besser als Taschenbuch?

Technische Daten

Format: EPUB

Dateigröße: 1,3 MB

Verlag: Tintenfaß, neue revidierte Version April 2012

Sprache: Deutsch - alte Deutsche Rechtschreibung (de-DE-1901)

Seitenzahl der Printausgabe: 394

Das eBook wurde bisher mit folgender Soft- und Hardware erfolgreich getestet:

Kurzbeschreibung

Ein Haufen skurriler Gestalten begegnet Globi Scribonius im Haus des berühmten Hexers T. M. Herb. Anstatt wie beabsichtigt hier etwas über Zauberkunst zu lernen, muß er zusehen, wie sein Meister versucht, sein aus den Fugen geratenes Leben in den Griff zu bekommen. Zu diesem Zweck kreiert der Hexer unter dem Dach seiner Villa eine Gesellschaft, von der er glaubt – anders als von seinem üblichen Umfeld – nicht mehr enttäuscht zu werden. Globi, sowohl verunsichert als auch fasziniert, berichtet in seiner nachdenklichen und leicht pointierten Art über den Verlauf dieses Experiments.

Doch wer ist Globi überhaupt? Ein unscheinbares Wesen, das neben Thüringer Trollen aufwuchs, was seine Neugier auf den Rest der Welt nur noch steigerte. Mit einem langen Leben gesegnet greift er auf Erfahrungen zurück, die sich in beinahe geologischen Zeiträumen messen lassen. Doch seine eigenen Erlebnisse während dieser Geschichte beweisen nur zu gut, daß weder Alter noch Erfahrung vor Zufall, Verrat oder Leidenschaft schützen.

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Kommentare

Opi meinte am 12.02.2010 um 22:05:

Globi Scribonius ist ein altes Wesen - ein Stein? Nein. Ein Troll? Auch nicht. Eines steht fest, er kommt aus Thüringen.

Zu Anfang der Geschichte fragt man sich, wer oder vielmehr was Globi ist. Doch als er auf den depressiven Hexer trifft, tritt diese Frage in den Hintergrund, denn Globi erlebt die rasend schnelle Entwicklung einer neuen Gesellschaft, die am Ende den Hexer selbst aufzufressen droht.

Globi, der eigentlich nur als Berichterstatter bereit ist zu wirken, muß nun handeln...

Eine schöne Geschichte mit Bezügen zum modernen Geldsystem.

Stevia meinte am 12.04.2010 um 17:14:

Ein geistreiches Buch. Ich habe an vielen Stellen laut gelacht. Globis Ausdrucksweise mit ihrem einmalig trockenen Humor ist einfach herrlich!

Im zweiten Teil hatte ich am Anfang einige Probleme, mich in die Logik der „neuen Zivilisation“ hineinzudenken. Erst als ich die Brücke zur Gegenwart geschlagen habe, wurde mir alles klar, und die Dialoge zwischen den Villenbewohnern enthüllten ihren verborgenen Sinn.

Die Figur Globi und ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte bleibt jedoch die Hauptattraktion. Seine Beziehung zum Organizer des Hexers finde ich einfach geil!

netpillo meinte am 30.04.2010 um 09:50:

hab das buch am wochenende durchgelesen - bin sehr beeindruckt! wunderbare wort- und bildgewaltige und vor allem aufgrund der überraschenden wendungen fesselnde geschichte ist dir gelungen, für bestes 'kino im kopf'!

nach meiner vor 15 jahren ausklingenden star trek - hochphase lese ich bis auf iain banks und lukianenko meist nur noch sachbücher: den vergleich mit beiden kannst du locker bestehen.

'laut gelacht' habe ich ebensowenig, wie ich es bei "farm der tiere" oder "1984" getan habe: auch dieser vergleich ist gerechtfertigt! die lektüre gestattet einen allzu seltenen klaren ("DuDa"-)spiegelblick auf die eigene (irrwitzige, wenn nicht gar schizophrene) realität inmitten einer staats- u./o. wissenschafts-, in jedem fall aber gelddiktatur.

..und auf der anderen seite staats- wissenschafts- und geldgläubige (..HARMLOSE, die sich selbst für KURIOSE halten!).

siehe: börse (CFD trades!), pflicht-versicherungen, steuersystem, abwrackprämie, glühbirnen- und rauchverbot: und niemand merkts..

..naja, du offenbar schon, & hoffentlich noch viele viele leser. werde GLOBIs glänzende studie wärmstens weiterempfehlen!

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Ein paar Zitate

Durch nichts auf der Welt ließe ich mich von dieser Flüssigkeit abbringen, die in sich all die wunderbaren Attribute vereinte, die einen glücklich machen: magisch, dunkel, geheimnisvoll, berauschend...
Thüringer Trolle sind von Natur aus so träge und steif, daß das Wort "bücken" in ihrem Wortschatz fehlt.
Herb lebte in einer dieser herrlichen, nostalgisch anmutenden Jugendstil-Villen am Fuße des Gaisbergs, bei deren Anblick man sich oft fragt, wie es wohl sein mag, darin zu wohnen, und was man verkaufen müßte, um sich das zu leisten ...
Das Leben ist ein einziges Geben und Beschissenwerden.
Ich habe mich oft gefragt, welcher Natur die Beziehung meines Volkes zu den Trollen war: Lebten unsere zwei Völker in Symbiose, oder war eins davon ein Parasit?
Sie standen da wie eine Menschenschlange vor einer bankrotten Bank, voller Unmut über ihre Lage, unfähig, etwas dagegen zu unternehmen, und noch immer gefangen in unbeirrbarer Hoffnung, daß jemand, der es besser weiß, es zu ihrem Wohl richten wird.